Ladengeschäft
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Alte Dorfstrasse 35
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Behandlung von Holzoberflächen im Innenbereich

Holzoberflächen im Innenbereich müssen je nach dem Grad der Strapazierung gegen Verschmutzung geschützt werden. Es sollen hier die unterschiedlichen häufigsten Anwendungen besprochen werden.

Leinöl

Leinöl ist das Öl, welches Holz optimal schützt. Leinöl hat ein ausgezeichnetes Kriechvermögen, das schon in alten Zeiten ausgenützt wurde, um Holz widerstandsfähiger zu machen. Da das Öl sehr dick ist, haben es früher die Handwerker heiß aufgetragen. Spielzeug, Brotbretter und andere kleine Gegenstände, die einfach nach dem Einölen abzuwischen sind, können gut mit Sehestedter Kräuterfirnis eingeölt werden. Soll es darum gehen, dass möglichst viel Leinöl in das Holz hinein gebracht werden soll, so ist es ratsam das Leinölfirnis zu verdünnen, ein Halböl herzustellen aus Leinölfirnis und Leinöl-Verdünnung, oder auf das Sehestedter Grundieröl zurückzugreifen.

Sehestedter Kräuterfirnis

Ein reines, abgelagertes Leinölfirnis mit den holzschützenden und angenehm duftenden Wirkstoffen des Guajak-, des Wacholder- und Melissenholzes und der Rinde des Neembaumes.

Bei den Wirkstoffen handelt es sich um Auszüge, die durch längere Lagerung (mind. 1/2 Jahr) der betreffenden fein geraspelten Hölzer im Leinölfirnis gewonnen werden, einem speziellen Sehestedter Verfahren.

Der Rohstoff des Leinölfirnisses ist Leinöl, ein trocknendes fettes Öl, gewonnen aus dem Samen des Flaches, Linumusitatissimum L. Es enthält Schleimstoffe, die für viele Anwendungsgebiete nachteilig sind. Entschleimtes Öl hat die Bezeichnung Lackleinöl. Dieses trocknet ohne Sikkativ in ca. 4 Tagen. Besseres Trocknungsvermögen und besserer Verlauf wird erzielt durch eine Verkochung unter Zugabe von Metallverbindungen (ca.0.4%) Mangan aus Braunkohle und Kobalt (also kein Blei und Barium!).

Leinöl und Leinölfirnis braucht Licht zum Trocknen, also nie das Schrankinnere mit Leinöl streichen.

Leinölfirnis ist besonders geeignet zum Imprägnieren von Kinderspielzeug, Küchenbrettern, Holzwerk im Innenbereich, das einen satten farblosen Anstrich erhalten soll.

Verarbeitung

Früher haben die Handwerker das Leinölfirnis heiß aufgetragen, um es gut in das Holz eindringen zu lassen. Besser ist eine 40-50%-ige Verdünnung mit einem reinen, natürlichen Terpentin (siehe Grundieröl). Das Firnis soll möglichst vollständig vom Untergrund aufgesogen werden. Überschüssiges Firnis mit einem Lappen entfernen, es könnte blank auftrocknen oder gar klebrig bleiben.

Verbrauch

ca.10m2/l.

Ölgetränkte Putzlappen auseinandergenommen trocknen oder verbrennen, da Leinöl unter Lichtabschluß (z.B. in dem zusammengeknüllten Lappen) zur Selbstentzündung neigt.

Sehestedter Grundieröl

Ein "Halböl" aus reinem Leinölfirnis und Naturöl-Verdünnung (40%). Ohne die Verdünnung ist das Leinöl-Firnis zu dickflüssig, um im kalten Zustand ins Holz gut und schnell eindringen zu können.

Grundieröl wird hauptsächlich benötigt, um durch eine primäre Öllage, das Holz zur Aufnahme von Wachsen oder Lacken vorzubereiten. Ohne diese Grundierung würde z.B. ein Bienenwachsauftrag eine ungleichmäßige Fläche ergeben.

Zusammensetzung

Leinölfirnis bleifrei, Isoaliphate, Citrus-Terpentin.

Verbrauch

1.0l/10m2

Sehestedter Leinöl-Verdünnung

Zum Verdünnen aller ölhaltigen Lacke, Firnisse und Lasuren sowie zur Reinigung der Arbeitsgeräte und zum Entfernen von Flecken auf gewachsten und geölten Flächen geeignet. Auch harzreiche und exotische Hölzer sollten mit der Verdünnung vor der Grundierung abgerieben werden.

Die Verdünnung ist eine aliphatische Verbindung (Aliphaten von griech.: aleiphar = Salbenöl, Fett). Aliphatische Verbindung ist die Sammelbezeichnung für organische Verbindungen, deren C-Atome in geraden oder verzweigten Ketten angeordnet sind, im Gegensatz zu den isocyclischen Verbindungen, bei denen die C-Atome Ringe bilden (Benzol-Ringe). Damit werden die aliphat. Verbindungen den acyclischen Verbindungen gleichgesetzt, deren Untergruppen die Alkane, Alkene u. Alkine sind, z.B. Alkohole (Ethanol), Carbonsäure (Essigsäure), Fette, Seifen, Wachse uva. Sie sind frei von krebserregenden Stoffen, wie Toluol oder Benzol, die sehr starke Löser darstellen und im sg. Terpentinersatz enthalten sind. Isoaliphate werden heute noch größtenteils aus Erdöl hergestellt, in der Zukunft ist aber eine Produktion aus natürlichen Rohstoffen möglich. Eine universelle Verdünnung aus Isoaliphaten benötigt aber zur Verbesserung der Lösekraft einen 5%igen Zusatz von natürlichem Citrus-Terpentin, welches jedoch frei ist von kanzerogenen Stoffen.

Sehestedter Leinöl-Holzöl-Innenlasur, farblos

Ein Öl für alle Innenflächen aus Holz, Kork und Stein, die wasser- und schmutzabweisend werden sollen. Lässt Kiefernholz nicht so stark nachdunkeln und trocknet auch als Schrank-Innenanstrich im Gegensatz zu einfachem Leinölfirnis. Es trocknet matt auf und kann überstrichen werden.

Dieses Öl ist eine Kombination von Verkochungen des Leinöls, chinesischen Holzöls (Tungöl) und Rizinusöls in einem Lösungsmittelgemisch aus hochwertigem französischen Pinienöl, gereinigtem portugiesischen Balsamterpentin, Orangenschalenterpentin aus Brasilien und Isoaliphaten, Kieselsäure als Mattierung und Calzium-Kobalt-Zirkonium-Oktoat als Trockenstoff Verarbeitung:

Der Untergrund muss frei von deckenden oder abblätternden Altanstrichen sein, sonst abbeizen (Scheidel-Abbeizer Bst.Nr.:7010) oder schleifen.

Im Abstand von 12 bis 24 Stunden zwei dünne Anstriche aufbringen.

Sehestedter Lackspachtel für Innen und Außen

Ein Leinöl-Lackspachtel für Fenster und Türen auch im Außenbereich. Sehr gut schleifbar.

Sehestedter Naturfarben - Alte Dorfstrasse 35 - 24814 Sehestedt
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