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Siedesalz wird durch Rekristrallisieren gereinigter Sole gewonnen.
Heute nutzt man dafür keine natürlichen Solevorkommen mehr, sondern arbeitet nach dem Verfahren der Bohrlochsolung. Hierzu wird ein Bohrloch mehrere hundert bis tausend Meter tief in eine Steinsalz-Lagerstätte niedergebracht. Eingeleitetes Frischwasser löst dort kontrolliert das Salz auf und das nachgepumpte Wasser befördert gleichzeitig die gesättigte Lösung an die Oberfläche.
Über Tage wird die Rohsole sorgfältig gereinigt und von unerwünschten Begleitmineralien befreit. Dies ist wichtig, um eine rückstandsfreie Lösbarkeit der Salzprodukte zu erzielen. Die gereinigte Sole wird in Kristallisatoren eingedampft, der so entstehende Salzbrei geschleudert, getrocknet und zu fertigen Produkten veredelt. Diese eignen sich unter anderem für den Einsatz als Speisesalz, in Elektrolyseanlagen oder als Regeneriersalze für die Wasserenthärtung.
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